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Anmeldungsdatum: 26.11.2004 Beiträge: 1174
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Verfasst am: 02.12.2004, 21:46 Titel: Bosnien: EU übernimmt Friedenseinsatz von der Nato |
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Die 7000 Mann starke Truppe mit der Bezeichnung EUFOR löst nach neun Jahren die Nato-Truppe SFOR ab. Die Bundeswehr will sich an dem Einsatz mit zunächst 1100 Soldaten beteiligen
Militärisches Übergabezeremoniell im Stützpunkt Butmir bei Sarajevo
Foto: AP
Sarajevo - Die Europäische Union (EU) hat mit der größten Militäraktion in ihrer Geschichte die NATO in Bosnien-Herzegowina abgelöst. Nach neun Jahren der NATO-geführten SFOR übernahm die EUFOR am Donnerstag in einem militärischen Zeremoniell im Stützpunkt Butmir bei Sarajevo das Kommando. Die EUFOR-Soldaten stammen aus 22 EU-Ländern und 11 weiteren Staaten wie Kanada, Chile und Marokko.
An der Spitze der 7000 Soldaten starken EU-Verbände mit dem Codenamen Althea steht der britische General David Leakey. Seine Truppe werde mutmaßliche Kriegsverbrecher jagen, die auch neun Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges (1992-1995) mit Hilfe lokaler Behörden untergetaucht sind, hatte der Kommandeur angekündigt. Daneben stünden der Kampf gegen das Organisierte Verbrechen sowie die Reform der bosnischen Streitkräfte als Voraussetzung für eine spätere NATO-Mitgliedschaft im Vordergrund.
Bei dem Kommandowechsel erinnerte NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer an den Einsatzbeginn mit 60.000 Soldaten vor neun Jahren. Bis heute hätten 43 Nationen über eine halbe Million Soldaten bereitgestellt, um die verfeindeten Armeen der Muslime, Serben und Kroaten zu trennen, deren Waffen einzusammeln und die Streitkräfte für Friedenszeiten zu verkleinern. „Dies ist ein historisches Ereignis und ein Beweis für die Zusammenarbeit von NATO und EU“, sagte er weiter.
Der Vertreter der Europäischen Union für die Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, versicherte bei der Stabsübergabe, daß die EU-Verbände entschieden gegen Störenfriede vorgehen würden.
Ende November hatte der Bundestag mir großer Mehrheit der Beteiligung der Bundeswehrsoldaten zugestimmt. Nach dem Mandat kann sich die Bundeswehr mit rund 3000 Soldaten an dem für drei Jahre geplanten Friedenseinsatz beteiligen. Geplant ist aber weiterhin zunächst nur der Einsatz von rund 1100 Bundeswehrsoldaten. Auch damit stellt Deutschland einen großen Teil der Truppen. WELT.de
Artikel erschienen am Do, 2. Dezember 2004
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