odessa Administrator


Anmeldungsdatum: 19.11.2004 Beiträge: 659
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Verfasst am: 05.12.2004, 12:05 Titel: Pässe für Millionen Ungarn im Ausland? |
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Für die einen ist es eine historische Verpflichtung, für die anderen volkswirtschaftlicher Leichtsinn - in einem heiß diskutierten Referendum entscheiden die Ungarn heute, ob sie den Millionen Volksungarn im benachbarten Ausland die Staatsbürgerschaft gewähren wollen.
Grafik: Aufruf zu Abstimmung über Pässe für Volksungarn]
Am Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Österreichisch-Ungarische Doppelmonarchie zerschlagen und die Grenzen von den Siegern neu gezogen. Ein Drittel der ungarischen Bevölkerung lebte dadurch plötzlich außerhalb des Staatsgebiets. Mit 1,9 Millionen leben heute die meisten Volksungarn in Rumänien. 600.000 leben in der Slowakei, 300. 000 in Serbien, weitere in Kroatien, der Ukraine, Slowenien und Österreich.
Angst vor Belastung der SozialsystemeEs sei eine "historische Gerechtigkeit", diesen Menschen jetzt ungarische Pässe zuzusprechen, sagte Ungarns Präsident Ferenc Madl. Gegner der doppelten Staatsbürgerschaft fürchten, dass viele dieser Menschen nach Ungarn strömen und Sozialleistungen einfordern könnten. Eine von der sozialliberalen Regierungskoalition in Auftrag gegeben Studie geht von bis zu 800.000 Menschen aus, die ins Mutterland einwandern und den Staat so bis zu 2,2 Milliarden Euro jährlich kosten würden.
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