sky Delta


Anmeldungsdatum: 19.11.2004 Beiträge: 75 Wohnort: Frankfurt
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Verfasst am: 12.12.2004, 15:36 Titel: Wenn Araber und Chinessen essen.... |
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http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3876124_TYP6_THE_NAV_REF_BAB,00.html
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Neuer Hotelratgeber für Bayern
Wenn Araber und Chinessen essen....
[Bildunterschrift: Bitte zu Tisch: Öffentliche Speisung in Kairo]
So meint mancher den Araber zu kennen: Wenn ihn der Hunger plagt, hockt er sich auf den Boden und langt zu. Ein Vorurteil, aber offenbar auch im Hotel- und Gaststättengewerbe nicht auszurotten. Der bayerischer Fachverband hat jetzt einen Ratgeber für den Umgang mit internationalen Gästen herausgegeben. Darin werden Lebensgewohnheiten und kulturelle Eigenheiten aus verschiedenen Kulturkreisen und Ländern farbenfroh dargelegt. So heißt es unter anderem, Araber würden "allen Gerüchten zum Trotz" nicht vom Fußboden essen.
Das handliche Buch soll dazu beitragen, mehr Gäste aus den Wachstumsregionen in Asien und den arabischen Ländern zu gewinnen und diese besser zu verstehen. Da ist es praktisch, zu wissen, dass Araber ihre Zimmer öfter in größeren Gruppen bewohnen. Chinesen hingegen finden es nicht unhöflich, "beim Essen zu schmatzen, zu schlürfen, aufzustoßen, sich laut zu unterhalten, zu rauchen oder sich am Tisch die Zähne zu säubern". Lebensnah und praktisch ist auch der Hinweis, dass in China der Tisch gerne als "Ablage für unverdauliche Speisereste" verwendet wird.
Wannen und WodkaDamit aber nicht genug: Chiesen übernachten ausgesprochen ungern in Zimmern mit der Nummer vier - die Ziffer gilt ihnen als Unglückszahl. Japaner wiederum reinigen sich bevorzugt in Badewannen. Eine Dusche reicht da nicht.
Die Tipps sind, wie es sich für einen ordentlichen Ratgeber gehört, empirisch untermauert und beruhen auf zahlreichen Interviews. Der geneigte Leser erfährt so auch, was sich mancherorts schon herumgesprochen hat: Russische Gäste verlangt es öfter mal nach Wodka. Dieser sollte deshalb stets in "ausreichender Menge" vorhanden sein. Der häufigste Wunsch der unkomplizierten amerikanischen Gäste ist verhältnismäßig leicht zu erfüllen: Sie tun sich zum Frühstück gerne Eier und Speck auf und legen dann Wert auf einen Internetzugang.
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