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Jüdische Soldaten in der Wehrmacht



 
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BeitragVerfasst am: 09.02.2005, 18:45    Titel: Jüdische Soldaten in der Wehrmacht Antworten mit Zitat

Zitat:
Jüdische Soldaten in der Wehrmacht

Oft hören wir, daß im Dritten Reich mit einem fanatischen Übereifer gegen alles vorgegangen wurde, was auch nur im Entferntesten jüdisch war. Davon einmal abgesehen, daß die fanatischen "Antisemiten" á la "Stürmer" selbst im Nationalsozialismus eine verschwindend geringe Minderheit darstellten und das "jüdische Problem" zumeist außerordentlich sachlich und nüchtern angegangen wurde, stellt US-Historiker Bryan Mark Rigg in seinem Werk "Hitlers Jüdische Soldaten" fest, daß mehrere tausend Juden in Wehrmacht, SS oder Gestapo dienten. Das bringt natürlich die jahrelang fein säuberlich gepflegten Opfer-Täter Schemata selbsternannter "Antifaschisten" ins Wanken. Rigg stellt nämlich fest, daß, so heterogen die Judenmischlinge waren, so unterschiedlich auch ihre Motive gewesen wären, in Hitlers Armee zu dienen: "Patriotismus, Vertrauen in Hitler, Angst, außerhalb der Armee noch stärker gefährdet zu sein und Opportunismus." Das kann aber, wer will, auch durchaus als Motivation von Deutschen anführen, die in der Wehrmacht bzw. anderen militärischen Gliederungen dienten. Wenn diese Juden also "Opfer" sein sollen, dann müßten auch diese Deutschen "Opfer" sein. Oder wären diese Juden nach antifaschistischer Definition vielleicht "Täter"? Was wäre denn dann, wenn wir die ketzerische Hypothese aufstellen würden, daß die bei Reemtsma & Co. gezeigten "Verbrechen der Wehrmacht" allesamt von jüdischen Mischlingen in deutscher Uniform begangen wurden?

Das ist natürlich Unsinn, wie alle Pauschalisierungen Unsinn sind. Es gab und gibt jüdische "Täter" und "Opfer" gleichermaßen wie deutsche "Täter" und "Opfer", wobei die Zuordnung auch von der Sicht des Betrachters abhängt. Für viele Deutsche ist der jüdische Chefpropagandist der Sowjetarmee Ilja Ehrenburg ("Nur ein toter Deutscher ist ein guter Deutscher!") eindeutig ein Täter, für viele Juden allerdings ein "unschuldiges Opfer der Umstände seiner Zeit", der sich bestenfalls etwas im Ton vergriffen hat. Für viele Deutsche sind die beim gezielten alliierten Bombenterror gegen Zivilisten umgekommenen Menschen unschuldige Opfer, bei vielen Juden und ihren Handlangern heißt es allerdings kategorisch: "Deutsche Täter sind keine Opfer". Doch selbst nach Rigg lassen sich die Fronten nicht ohne weiteres nach völkischen Kategorien in "gute Juden" und "böse Deutsche" ziehen: "Das Leben im Dritten Reich war komplex", so stellt er fest. Eigentlich keine Neuigkeit für denkende Menschen.

Ein Igal Avidan versuchte vor einigen Tagen in der "Netz-Eitung" einige Personen aus dem Buch vorzustellen. So wird von einem Heinz-Günther Löwy berichtet, der an Gott glaubt. Der Gnade des Allmächtigen sei er dankbar, den Zweiten Weltkrieg überlebt zu haben - als Sturmmann in der Waffen-SS. Löwy habe sich seinen Kameraden verbunden gefühlt, da sie sich gegenseitig das Leben gerettet haben. Seine ganze Familie mit Ausnahme seiner Mutter wurde angeblich von den Deutschen ermordet. Obwohl er - wie er berichtet - von "Vergasungen in Auschwitz" wußte, blieb er weiter bei der SS, um zu überleben. Aufgrund seiner Erfahrungen wurde Löwy zum frommen Juden, seine letzte Ruhe will er auf einem jüdischen Friedhof finden.

An dieser Stelle stellt sich besonders die Frage, welche Schuld Löw auf sich geladen hat, weil er von "Vergasungen in Auschwitz" wußte, während kaum Deutsche oder andere Menschen der Welt (laut eigenen Nachkriegs-Bekundungen) bis zur deutschen Niederlage 1945 von derartigen Vergasungen Kenntnis hatten. Weiterhin stellt sich die Frage, ob Löwy auch von Vergasungen in Dachau wußte, stand doch schließlich bis in die 50er Jahre fest, daß dort derartige Vergasungen durchgeführt wurden. Aber wir wollen hier nicht zu viele ketzerische Fragen stellen und auch nicht im Entferntesten die strafrechtlich festgelegte Geschichtsschreibung anzweifeln, sondern uns lieber dem nächsten vorgestellten Kandidaten widmen.

Für die Nationalsozialisten war Karl-Heinz Maier ein Halbjude, weil sein Vater Jude war. Für die Juden hingegen war er ein Deutscher, weil seine Mutter Deutsche und keine Jüdin war. Nationalsozialisten und Juden machten also Judentum von der Blutsverwandtschaft abhängig und kategorisierten folglich nach rassischen Grundlagen. Maier ist einer von rund 40 Soldaten, die sowohl in der Wehrmacht als auch in den jüdischen Streitkräften in Palästina gedient haben. Ein Dutzend von ihnen hat Rigg in Rahmen seiner Forschungsarbeit befragt. Trotz seiner Verdienste als Major im sogenannten "Unabhängigkeitskrieg" 1948 wurde Maier im Judenstaat Israel nicht eingebürgert, da er nicht als reinblütiger Jude galt. Später kehrte er in die BRD zurück, wo er das Berliner Büro der Deutschen Welle und die West-Berliner Pressekonferenz leitete.

Als Peter Scholze das Deutsche Reich verlassen wollte, hielt ihn seine jüdische Mutter Olga Gertrud davon ab: Er müsse zuerst seinen Wehrdienst leisten. Nachdem er als Halbjude von der Wehrmacht entlassen worden war, wandte er sich an seinen wohlhabenden deutschen Vater in der Hoffnung, einen Arbeitsplatz zu finden, und das, obwohl die Eltern seit mehreren Jahren geschieden waren. Als es während des Gesprächs zu einem Streit kam, schrie ihn der Vater an: "Hinaus mit dir, du dreckiger Jude!" Zugegeben, das ist natürlich nicht die feine deutsche Art, mit den lästigen Resultaten vergangener Sexualorgien umzugehen....

Werner Eisner, der im Dienst der Wehrmacht schwer verwundet wurde und dessen Schwiegervater bei der SS war, galt aufgrund seines jüdischen Vaters als Halbjude. Weil er mit einer Deutschen geschlafen habe, wurde er im Dezember 1942 wegen Rassenschande nach Auschwitz deportiert. (Und wir dachten bisher immer, die Auschwitz-Deportierung erfolgte willkürlich und ohne Begründung.) Eisner erzählt weiter, daß, als er "selektiert wurde und sich in die Gruppe einreihen mußte, die in die Gaskammer ging", er ein Foto von sich in Wehrmachtsuniform hervorzog und herumschrie: "Jetzt vergast ihr einen Wehrmachtssoldaten!" Ein SS-Mann soll sich das Foto angeschaut und ihm das Leben gerettet haben. - So schön die Geschichte auch an den Hollywood-Streifen "Schindlers List" erinnert, so seltsam mutet es an, daß eine Gruppe, die anscheinend um ihre nahende Ermordung durch Vergasung weiß, wie ein Trupp Lemminge ohne Gegenwehr in eine Vergasungskabine marschiert. Außer Herr Eisner natürlich, der das den SS-Schergen bis dahin offensichtlich unbekannte Foto womöglich aus einem Geheimfach seiner KZ-Kutte zauberte. Eisners Sohn Michael wanderte übrigens später nach Israel aus und diente in der jüdischen Okkupations-Armee.

Der Wehrmachtsunteroffizier und spätere Bundesminister Egon Bahr, offensichtlich gar ein Volljude, hatte nach eigenem Bekunden unter anderem ganz praktische Gründe: Er konnte Lebensmittelkarten für seine jüdische Mutter besorgen. Sie traute sich angeblich nicht mehr auf die Straße, weil sie den Judenstern tragen mußte. Ganz anders verhielten sich die Brüder Heinz und Joachim. Heinz ging nämlich zur Gestapo und erklärte, seine Mutter sei "eine Schlampe" und habe als Prostituierte gearbeitet. In Wirklichkeit waren beide Brüder aber von ihrem jüdischen Vater gezeugt worden. "Die Gestapo überprüfte unseren Fall und erklärte uns für deutschblütig", erzählt sein Bruder Joachim. Die Familienverhältnisse werden nicht klarer, wenn festgestellt wird: "An dieser schweren Prüfung zerbrach seine deutsche Mutter". (Egon Bahr hat also eine jüdische Mutter und zwei Brüder, die wiederum einen jüdischen Vater und eine deutsche Mutter haben. Da soll noch einer durchsehen!) Beide Brüder - Heinz war Oberscharführer der Waffen-SS und Joachim kämpfte als Unteroffizier - verleugneten angeblich ihren jüdischen Vater, um ein leichteres Leben führen zu können. Seinen wirklichen Namen wollte Joachim im Buch nicht benannt haben, zu groß ist anscheinend immer noch seine Scham.

Um seine Forschungszielgruppe zu definieren, mußte Rigg NS-Begriffe verwenden. So behauptet er, daß für Hitler das Judentum keine Religion, sondern eine "Rasse" gewesen sei, die er "ausrotten" wollte. Als Halbjuden wurden durch die Nürnberger Rassengesetze 1935 Menschen deklariert, die zwei jüdische Großeltern hatten. Vierteljude war, wer einen jüdischen Großelternteil hatte. Beide Gruppen galten als Mischlinge und unterlagen anderen Restriktionen als die Volljuden, weil sie die Volksgemeinschaft weniger gefährdeten. Nach Rigg aber stand Hitlers Rassentheorie zum Teil im Widerspruch zu seiner Machterhaltung, denn er brauchte die Unterstützung Tausender von Deutschen in Schlüsselpositionen, deren Verwandte Mischlinge waren. Daher sei die NS-Politik gegenüber den Mischlingen widersprüchlich gewesen.

Die drei Phasen der Rassenpolitik gegenüber Mischlingen bilden den Kern der Studie Riggs. So wurden nach der Einführung der Wehrpflicht 1935 Halb- und Vierteljuden in die Wehrmacht aufgenommen, durften aber nicht Vorgesetzte werden. 1940 ordnete Hitler jedoch an, alle Halbjuden aus der Armee zu entlassen. Er wollte dadurch verhindern, daß durch ihren Dienst an der Front ihre jüdische Verwandten Vergünstigungen erhielten. 1944, als Deutschland jeden Mann brauchte, wurden sie teilweise wieder rekrutiert. Viele mußten ihre Loyalität jedoch in Strafbataillonen beweisen, aus denen nur selten jemand lebend zurückkehrte. Gleichzeitig gewährte Hitler aber Tausende von "Deutschblütigkeitserklärungen", die Halbjuden per Dekret zu Deutschen machte. So soll er über Jahre hinweg immer wieder Photos und Dokumente von Tausenden von Mischlingen studiert haben, um persönlich über Ausnahmegenehmigungen zu entscheiden. Sogar Feldmarschall Erhard Milch sei erst als Halbjude klassifiziert, später von Hitler zum "Arier" erklärt worden.

"Hitlers jüdische Soldaten" ist trotz vieler Widersprüchlichkeiten die erste umfassende Studie dieser Menschen, die zwischen der deutschen und der jüdischen Welt lebten. Sie beruht auf 430 Gesprächen mit jüdischstämmigen Wehrmachtssoldaten, die Rigg zwischen 1994 und 1997 interviewte. In den darauf folgenden Jahren untersuchte er die Geschichten weiterer 1.200 Soldaten, die zum Teil mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurden, während ihre Eltern den Judenstern trugen. Manche von ihnen wurden durch die NS-Rassepolitik zum Judentum gebracht, andere wurden selbst zu "Antisemiten". Riggs Schlußbemerkung sprengt nicht nur den Rahmen seiner Studie, sondern wohl auch das damals vorhandene Zeitbudget des vielbeschäftigten Führers: Da Hitler den "Mischlingen" so viel Zeit widmete, sagt Riggs, muß er noch viel mehr viel Zeit darauf verwendet haben, die Vernichtung der Juden zu planen. Derart analytische Fähigkeiten eines "Historikers" sind nur für denjenigen verblüffend, der die Anpassungsfähigkeit von bezahlten Schreiberlingen an den Zeitgeist unterschätzt.

Bryan Mark Rigg: Hitlers Jüdische Soldaten, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn, 439 Seiten, 38 Euro.


http://www.read-all-about-it.org/archive/j...en_hss0404.html
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BeitragVerfasst am: 09.02.2005, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Freitag, 26. September 2003

Juden in der Wehrmacht?

Fast nicht zu glauben, aber scheinbar wahr: In der Wehrmacht dienten um die 150000 Juden! Bei der Luftwaffe beispielsweise haben es einige jüdische Soldaten sogar bis in Spitzenpositionen geschafft: Generalfeldmarschall Erhard Milch, Sohn eines jüdischen Vaters, wurde auf Betreiben Görings von Hitler "arisiert". Krass, krass!



.............. 150.000 jüdische Soldaten dienten in Wehrmacht

...............


Zitat:

US-Historiker: 150.000 jüdische Soldaten dienten in Wehrmacht

US-Historiker Rigg: Viele Wehrmacht-Soldaten jüdischer Abstammung hatten eine Sondererlaubnis Adolf Hitlers. Foto: AP Hamburg (rpo). Der US-Historiker Bryan M. Rigg kam bei einer Untersuchung zu einem überraschenden Ergebnis: Demnach haben rund 150.000 Soldaten jüdischer Abstammung während der Nazi-Herrschaft in der Wehrmacht gedient - entweder mit falschen Papieren oder mit einer Sondererlaubnis Adolf Hitlers.
"Das Überraschendste für mich war, dass es überhaupt Soldaten jüdischer Abstammung in der Nazi-Wehrmacht gab, und nicht nur einige, sondern schätzungsweise 150.000", sagte Rigg dem ARD- "Kulturweltspiegel", der am Sonntag (28. September) um 22.45 Uhr ausgestrahlt wird.

An diesem Donnerstag erschien die deutsche Ausgabe von Riggs Buch "Hitlers jüdische Soldaten" (Schöningh Verlag, Paderborn, 457 Seiten, 119 Fotos, Euro 38,-- ISBN 3-506-70115-0). Vier Jahre recherchierte Rigg die individuellen Schicksale von über 400 ehemaligen jüdischen Soldaten während des Zweiten Weltkrieges, interviewte sie oder ihre Verwandten.


Lesezeichen auf Ihr Handy Er sammelte Fakten, um zu begreifen, welche Motive Deutsche jüdischer Herkunft hatten, die Uniform eines Regimes zu tragen, das ihre Familienangehörigen im KZ ermorden ließ.

Hochrangige Offiziere für 'deutschblütig' erklärt

"Was mich besonders schockierte, war, dass Hitler persönlich Tausende von hochrangigen Offizieren für 'deutschblütig' erklärte," sagte Rigg im "Kulturweltspiegel". Bei der Luftwaffe beispielsweise hätten es einige jüdische Soldaten sogar bis in Spitzenpositionen geschafft: So sei Generalfeldmarschall Erhard Milch, Sohn eines jüdischen Vaters, auf Betreiben Görings von Hitler "arisiert" worden.

"Milchs jüdische Abstammung war allgemein bekannt. Für die jüdischen Soldaten war das eine große Hoffnung. Sie sagten: So lange ein Halbjude Generalfeldmarschall sein kann, gibt es auch für uns noch Hoffnung." Der Historiker beschreibt die absurde Situation vieler jüdischer Soldaten, für die der Dienst in der Wehrmacht die Rettung vor der Gaskammer bedeutete.

Im Oktober wird Rigg nach Deutschland kommen und sein Buch vorstellen, wie der Schöningh Verlag am Donnerstag mitteilte. Am 28. Oktober ist in Stuttgart eine gemeinsame Veranstaltung mit dem renommierten deutschen Historiker Prof. Eberhard Jäckel geplant, der das Vorwort zur deutschen Ausgabe von Riggs Buch geschrieben hat.
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BeitragVerfasst am: 09.02.2005, 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

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